Wir über uns 11.09.2013

Es geht ein Stöckchen um

Ohne Kaffee läuft auch bei uns wenig. Schon gar nicht während einer Bundestagswahl. (c) Falk Steiner
Ohne Kaffee läuft auch bei uns wenig. Schon gar nicht während einer Bundestagswahl. (c) Falk Steiner

Ein Stöckchen wird durch die Blogs zur Bundestagswahl geworfen. Nun traf es uns. Wir beantworten, was uns bislang im Wahlkampf auffiel – und verraten, wie die Wahl ausgeht.

Warum wir das hier machen? Blogs sind in erster Linie eine Publikationstechnologie, eine, in der alle möglichen Medienformen ihr Zuhause finden können, in denen Kommentare und Pingbacks/Trackbacks möglich sind und somit eigentlich alle Spielarten onlinegerechte Veröffentlichtung ermöglichen. Wir machen in erster Linie Radio, bei dem das Bloggen nicht zwangsläufig naheliegt, anders als bei Zeitungskollegen, die höchstens davon erstaunt sind, dass die Seiten nicht enden. Aber seitdem immer mehr Nutzer auch Audio im Netz anhören, wagen auch wir uns etwas näher heran: den Ton zum Text wollen wir hörbar machen. Denn den haben die Kollegen von den Zeitungen fast nie – und auch im Wahlkampf kann man einiges besser verstehen, wenn man es selber hören kann. Daran arbeiten Mitarbeiter in Köln im DLF-Haupthaus, Landeskorrespondenten und im Hauptstadtstudio in Berlin.

Dirk von Gehlen schreibt: “Eine alte Blogtradition ist dabei allerdings etwas verloren gegangen: der Blogstöckchen genannte weitergetragene Fragebogen.” Vom Phaenomeme-Blog ist das Blogstöckchen über die Stuttgarter Zeitung und süddeutsche.de nun in unsere Richtung geworfen worden. Wir nehmen es gerne an  und beantworten die sechs einfachen Fragen, natürlich nach bestem Wissen und Gewissen.

Der beste Beitrag (Blog-Text, Tweet, O-Ton) zur #btw13 bislang?

Wir bekommen da natürlich viel zu hören. Deshalb haben wir uns für eine Zusammenstellung der O-Töne, die in diesem Wahlkampf bei uns hängengeblieben sind entschieden. Das Ergebnis:

 

(feat. Angela Merkel, Rainer Brüderle, Peer Steinbrück, Volker Kauder, Claudia Roth, Jan van Aken und Horst Seehofer)

Unser liebstes #btw13-Video?

Rainer Brüderle bemüht sich eigentlich gerne um Fußballvergleiche, wenn es um Politik geht. Wie zum Beispiel im Januar 2013, als er in Berlin der  Öffentlichkeit als neuer Spitzemann der FDP präsentiert wird. Hier nachzuhören:

 

Um bei seinem eigenen Bild zu bleiben: Manchmal kann so ein Spitzenkandidat auch Eigentore schießen. Hier eines unserer liebsten #btw13-Videos:

Welche Partei fährt die beste Social-Media-Kampagne?

Keine, alles ziemlich übel. Schade.

Schönstes/hässlichstes Plakat?

Wahlplakat Klaus-Dieter Gröhler, CDU-Kandidat in Berlin-Charlottenburg (c) Stefan Maas

Klaus-Dieter Gröhler, CDU-Kandidat in Berlin-Charlottenburg, hält Schloss. (c) Stefan Maas

Die Kollegen die täglich den Berliner Westen durchqueren haben dieses zum optisch hässlichsten Plakat gekürt.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Der Direktkandidat könnte zwar mal zum Frisör, ist aber trotzdem niedlich. (c) Piratenpartei

Der Direktkandidat könnte zwar mal zum Frisör, ist aber trotzdem niedlich. (c) Piratenpartei

Das Schönste.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Der Osten wählt rot. Klar! - In der bayrischen oder hessischen Landtagswahl könnte dieses Plakat auch von anderen Parteien kommen. (c) Falk Steiner

Der Osten wählt rot. Klar! – In der bayrischen oder hessischen Landtagswahl könnte dieses Plakat auch von anderen Parteien kommen. (c) Falk Steiner

Das Ineffektivste: Klebt, überraschenderweise, nicht in Westdeutschland und nicht in Berliner Westbezirken.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Wem unbedingt folgen?

@Wahlrecht_de – denn die Seite bietet nüchtern und sachlich einen Überblick über die aktuellen Umfragewerte, das Wahlrecht und seine Auswirkungen und alles, was das Wahlnerdherz sonst noch begeistert. Der zugehörige Twitteraccount redet nicht viel, favt nicht und gibt sich auch sonst spartanisch – aber äußerst informativ.

 

Prädikat: Ausgezeichnetes Trockenfutter für die Gourmets des Wahlganges am 22. September.

Unsere Wahlprognose?

Eine Blitzumfrage unter unseren Hauptstadt-Korrespondenten hat folgendes ergeben:

Die Korrespondenten des Hauptstadtstudios haben ihre realistische Erwartung geäußert.

Die Korrespondenten des Hauptstadtstudios haben ihre realistische Erwartung geäußert.

Wir sind damit für die Unionsparteien etwas skeptischer als die Umfrageinstitute, für die SPD am oberen Rand der Sonntagsfragenwerte, bei den Linken am unteren, bei den Grünen oberes Drittel, bei den Piraten recht genau in der Mitte und bei der AfD leicht über den Mittelwerten der Umfrageinstitute.

Im Ergebnis wäre möglich: Eine Große Koalition mit Zweidrittelmehrheit, Schwarz-Grün, Schwarz-Dunkelrot sowie R2G - Schwarz-Gelb würde dementsprechend nicht möglich sein. AfD und Piraten kämen deutlich nicht in den Bundestag.

 

 

…und nun werfen wir das Stöcken weiter zu den Kolleginnen und Kollegen vom Tagesspiegel! 

Kommentare

Kommentieren